Kollektive Selbstversorgung

09. Juni 2016

Es ist das Gegenkonzept zur Agrarindustrie: Die Solidarische Landwirtschaft sorgt für transparente ökologische Erzeugung vor Ort und spart sich die Vermarktung: Denn das geerntete Obst und Gemüse wird direkt an die Mitglieder verteilt.

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Licht als Leitmotiv

07. Juni 2016

Die St. Marien-Kirche in Schlangen wird bald in hellerem Licht erstrahlen. Bei der Sanierung des Gotteshauses setzen die katholische Kirchengemeinde, Künstler und Architekt auf Licht als wesentliches gestalterisches Element.

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Fenster in den historischen Kurbetrieb

07. Juni 2016

Liegehalle − dieses Wort kennt heute kaum noch jemand. Dabei erinnern diese Gebäude an die Anfänge des Kurbetriebes und die frühere Behandlung von Lungenerkrankungen.

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Aachener Flair in Oesterholz

07. Juni 2016

Das CHIO in Aachen gilt im Pferdesport als das herausragende Turnierereignis des Jahres. Und das liegt nicht nur an dem hochklassigen Sport, sondern auch an einer ganz besonderen Atmosphäre.

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„Willi Winzig“ auf der Freilichtbühne

07. Juni 2016

In Bellenberg kommen dieses Jahr Fans von Heinz Erhardt auf ihre Kosten. Der Schlänger Bote war bei einer Probe der Komödie „Das hat man nun davon“ dabei und hat sich von der schauspielerischen Leistung der Darsteller überzeugen lassen. Eine gelungene Hommage an einen großen Humoristen.

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Lebendige Steine

08. Juni 2015

Handwerksmeister Günther und Bernd Rohde beenden Arbeit am Synagogendenkmal

„Zur Erinnerung an die Synagoge in Schlangen – errichtet 1867 – umgebaut 1938 – abgebrochen 1973.“, soll später auf der Geschichtstafel neben dem Denkmal stehen, das an das jüdische Leben in Schlangen erinnert. Bei einem sich stark verändernden Ortsbild, ist längst in Vergessenheit geraten, dass an der südlichen Einfahrt auf den Rewe-Parkplatz einmal eine Synagoge stand.

Im Februar 1867 hatte der Kolon Lüning der „Judenschaft“ ein 134 Quadratmeter umfassendes Grundstück verkauft. Es lag im östlichen Bereich seines Kampes. Errichtet wurde dort ein relativ kleines Gebäude, das jedoch mit allem ausgestattet war, was zu einer Synagoge gehört. 1937 kauften die Besitzer der alten Stätte Lüning die Synagoge und bauten sie 1938 zu einem Einfamilienhaus um. Die Außenmauern blieben erhalten.
In den 1960er Jahren geriet das Bauwerk in die „Verkehrsfläche der neuen Trasse der Bundesstraße 1“. Die Gemeinde Schlangen erwarb das Haus sowie das kleine Grundstück und veranlasste im Juli 1973 den Abbruch der ehemaligen Synagoge.
Im Sommer 2013 wandten sich Karl-Heinz Schäfer und Klaus Schäfer, die Erben von Adolf Lüning, an Bürgermeister Ulrich Knorr. Ihr Onkel hatte beim Abriss 1973 Sandsteinplatten zurück behalten. Diese Erinnerungsstücke wollten sie nun verwenden, um ein Denkmal zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge zu errichten. Weiter heißt es in ihrem Schreiben: „Erinnert werden soll zugleich an die ehemalige jüdische Gemeinde und ihre Geschichte …“
Die Pläne der Brüder Schäfer stießen auf ungeteilte Zustimmung und auch die Errichtung des Denkmals am Originalstandort war möglich.
Ehrenamtlich betreut wird das Projekt von Heinz Wiemann. Die Gestaltung beruht auf einem Vorschlag des Steinmetzmeisters Bernd Rohde aus Schlangen. An der Verwirklichung beteiligte sich sein Vater, der Fliesenlegermeister Günther Rohde, mit rund 100 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden. Sie setzten die historischen Platten, zu einem Symbol des jüdischen Priestersegen (Aaronitischer Seegen) zusammen. Als Sockel dient ein aus Ziegelsteinen gemauerter Quader. Die Steine entsprechen denen, die auch 1867 verwendet wurden. 

 

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Das Denkmal zur Erinnerung an die Synagoge in Schlangen ist fertig. V.li.: Steinmetzmeister Bernd Rohde, Fliesenlegermeister Günther Rohde, Klaus Schläfer und Heinz Wiemann.
Karl-Heinz Schäfer hat die Fertigstellung dieses Denkmals leider nicht mehr erleben dürfen. Foto: Uwe Pax


Vor allem die Brüder Schäfer und Heinz Wiemann aber auch zahlreiche weitere Förderer haben diese Stätte der Erinnerung möglich gemacht. (Quelle: www.schlänger-geschichte.de)

Nun fehlt noch eine entsprechend gestaltete Umgebung. Diese Aufgabe will der Heimat- und Verkehrsverein Schlangen übernehmen. Raimund Schuhmacher hat ehrenamtlich einen Entwurf angefertigt, die Mitarbeiter des Bauhofes werden die Umsetzung übernehmen.
Noch aber ist die Finanzierung der Materialien für die Gestaltung des Umfeldes nicht vollständig gesichert. Deshalb bittet der Heimat – und Verkehrsverein weiter um Spenden (Heimat- und Verkehrsvereins Schlangen
IBAN:
DE72 4765 0130 0046083739, BIC:WELADE3LXXX).

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