Kollektive Selbstversorgung

09. Juni 2016

Es ist das Gegenkonzept zur Agrarindustrie: Die Solidarische Landwirtschaft sorgt für transparente ökologische Erzeugung vor Ort und spart sich die Vermarktung: Denn das geerntete Obst und Gemüse wird direkt an die Mitglieder verteilt.

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Licht als Leitmotiv

07. Juni 2016

Die St. Marien-Kirche in Schlangen wird bald in hellerem Licht erstrahlen. Bei der Sanierung des Gotteshauses setzen die katholische Kirchengemeinde, Künstler und Architekt auf Licht als wesentliches gestalterisches Element.

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Fenster in den historischen Kurbetrieb

07. Juni 2016

Liegehalle − dieses Wort kennt heute kaum noch jemand. Dabei erinnern diese Gebäude an die Anfänge des Kurbetriebes und die frühere Behandlung von Lungenerkrankungen.

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Aachener Flair in Oesterholz

07. Juni 2016

Das CHIO in Aachen gilt im Pferdesport als das herausragende Turnierereignis des Jahres. Und das liegt nicht nur an dem hochklassigen Sport, sondern auch an einer ganz besonderen Atmosphäre.

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„Willi Winzig“ auf der Freilichtbühne

07. Juni 2016

In Bellenberg kommen dieses Jahr Fans von Heinz Erhardt auf ihre Kosten. Der Schlänger Bote war bei einer Probe der Komödie „Das hat man nun davon“ dabei und hat sich von der schauspielerischen Leistung der Darsteller überzeugen lassen. Eine gelungene Hommage an einen großen Humoristen.

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Ein Abend am Kamin und mittendrin die Straßenbahn

03. April 2015

Lara und Hanna Lehnert geben unter der Leitung ihres Vaters und begleitet von Achim Woite, eine sehr schöne Kostprobe des Musicals „... und mittendrin die Straßenbahn“. Foto: Uwe Pax

Diese Veranstaltungsreihe des Heimat- und Verkehrsvereins Schlangen verspricht in der Regel Literarisches in familiärer Runde, nicht so am 13. März. An diesem Freitagabend ging es im Bürgerhaus um Geschichte und Geschichten rund um die Straßenbahn und das Ganze bei mitreißender Musik.

Die Idee dazu hatte Manfred Herzog, der sich schon lange mit der Geschichte der Schlänger Straßenbahn beschäftigt. Aus dieser Geschichte machte der Musiker und Chorleiter Andreas Lehnert ein Musical. Zum ersten Mal bringt Lehnert damit ein Projekt auf die Bühne, bei dem er selbst für Text und Musik verantwortlich ist. Aufgeführt wird das Stück im Rahmen der Tausendjahrfeier am 13. Und 14. Juni 2015. Die Requisiten stammen zum Teil aus dem Dorfmuseum. Museumsleiter Jochen Burchart war sofort bereit, an dem Projekt mitzuwirken und so war es der Heimat- und Verkehrsverein Schlangen, der am 13. März zu einem Einblick in die Entstehungsgeschichte des Musicals einlud, selbstverständlich garniert mit ein paar musikalischen Kostproben.
Mit enormem Aufwand hatte Andreas Lehnert das umfangreiche Material, bestehend aus Presseberichten, alten Verwaltungsunterlagen, Briefen und Anekdoten, gesichtet. Dabei ist er sogar auf Straßenbahnlieder wie das 25000-Volt-Kabellied gestoßen. Die Besucher erfuhren an diesem Abend unter anderem, was den Gemeindeausschuss unter Vorsteher Poppe und Beisitzer Schönhagen damals veranlasst hatte, sich für eine Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof Paderborn bis nach Schlangen auszusprechen. Es ging um den Besuch der höheren Schule, um Arbeitsmöglichkeiten in der Stadt aber wichtig war auch: „… dass dieselbe bis zur Gabelung der Paderborner Straße, nämlich bis zur Wohnung des Gastwirts Heinrich Popper erbaut und hier ihren Endpunkt erhalten wird sowie dass bei sämtlichen Wirtschaften Haltestellen errichtet werden.“ Feierlich eröffnet wurde die Straßenbahnlinie dann am 8. April 1911. Die Liste der Ehrengäste war lang, unter ihnen befand sich auch Hugo Stinnes aus Mühlheim, Firmenpatriarch des wichtigsten Industriekonzerns der damaligen Zeit.
Für Andreas Lehnert bestand die größte Herausforderung darin, die relativ trocknen und überwiegend technischen Informationen in eine richtige Geschichte zu verpacken, die auch Kinder und Jugendliche anspricht. Seine eigenen Kinder haben ihn dabei tatkräftig unterstützt. Überhaupt waren die beiden Töchter Lara (8 Jahre) und Hanna (10 Jahre) die eigentlichen Stars des Abends. Mit beeindruckender Bühnenpräsenz begeisterten sie ihr Publikum. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von Andreas Lehnert und Joachim Woite, dem Leiter der offenen Jugendarbeit. Woite und sein Team werden bei den Aufführungen im Juni auch für die Tontechnik und die Beleuchtung sorgen.
Das Musicalprojekt ist also ein wirkliches Gemeinschaftsprojekt an dem nicht nur viele Kinder, Jugendliche und Eltern mitarbeiten, sondern auch die offenen Jugendarbeit, der Heimat- und Verkehrsverein und zahlreiche engagierte Einzelpersonen. Nach der Veranstaltung am 13. März steht fest: Auf die Aufführungen im Juni kann man sich jetzt schon freuen.
Manfred Herzog war das Gesicht des Schlänger Sports.

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