Kollektive Selbstversorgung

09. Juni 2016

Es ist das Gegenkonzept zur Agrarindustrie: Die Solidarische Landwirtschaft sorgt für transparente ökologische Erzeugung vor Ort und spart sich die Vermarktung: Denn das geerntete Obst und Gemüse wird direkt an die Mitglieder verteilt.

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Licht als Leitmotiv

07. Juni 2016

Die St. Marien-Kirche in Schlangen wird bald in hellerem Licht erstrahlen. Bei der Sanierung des Gotteshauses setzen die katholische Kirchengemeinde, Künstler und Architekt auf Licht als wesentliches gestalterisches Element.

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Fenster in den historischen Kurbetrieb

07. Juni 2016

Liegehalle − dieses Wort kennt heute kaum noch jemand. Dabei erinnern diese Gebäude an die Anfänge des Kurbetriebes und die frühere Behandlung von Lungenerkrankungen.

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Aachener Flair in Oesterholz

07. Juni 2016

Das CHIO in Aachen gilt im Pferdesport als das herausragende Turnierereignis des Jahres. Und das liegt nicht nur an dem hochklassigen Sport, sondern auch an einer ganz besonderen Atmosphäre.

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„Willi Winzig“ auf der Freilichtbühne

07. Juni 2016

In Bellenberg kommen dieses Jahr Fans von Heinz Erhardt auf ihre Kosten. Der Schlänger Bote war bei einer Probe der Komödie „Das hat man nun davon“ dabei und hat sich von der schauspielerischen Leistung der Darsteller überzeugen lassen. Eine gelungene Hommage an einen großen Humoristen.

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Der Flügelschlag des Schmetterlings

26. Februar 2013

wingwave-Coaching hilft über Hürden des Lebens

Viele Menschen kennen das: Angst vor der Klassenarbeit, Hemmungen beim Referat oder bei der Rede vor großem Publikum, die Scheu, nötige Konflikte auszufechten. Dorothee Friebel setzt in solchen Fällen auf den Flügelschlag des Schmetterlings – jedenfalls im übertragenen Sinne. Die Schlängerin bietet als wingwave-Coach Hilfe an.

Alle Behördengänge sind erledigt, das Finanzamt hat die Steuernummer erteilt. Nun kann Dorothee Friebel ihre nebenberufliche Tätigkeit in ihrer Praxis für „Beratung, wingwave-Coaching und Lerntraining aufnehmen. Doch was verbirgt sich hinter dem wohlklingenden Namen wingwave-Coaching? Das Besser-Siegmund Institut in Hamburg, das die Methodenkombination entwickelt hat, sieht darin ein Beratungsangebot, um innere Hürden zu überwinden, Blockaden zu lösen und die eigenen Möglichkeiten wieder optimal zu nutzen. Es führe zu einer verbesserten Selbstwahrnehmung und damit zu mehr Selbstsicherheit. Dieser positive Ansatz soll schon bildhaft im Namen „wingwave“ zum Ausdruck kommen. „Wing“ steht dabei für den Flügelschlag des Schmetterlings, der – zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort – „das ganze Klima ändern kann“. „Wave“ als Assoziation zum englischen „brainwave“ verweist auf „Gedankenblitze“, die die Methode hervorrufen will.

Dorothee Friebel wird konkreter. Ein Beispiel: Eine Musikstudentin steht kurz vor ihrer Examensprüfung. Die Angst zu versagen ist groß, wenn sie alleine mit ihrem Instrument auf der Bühne steht, während die Prüfer hochkonzentriert zuhören, ob Technik und Musikalität den Anforderungen entsprechen. Die junge Frau hat sich optimal vorbereitet. Und trotzdem unterlaufen ihr Patzer, die ihre Abschlussnote drücken. Die Studentin hat im entscheidenden Moment ihr Können nicht voll abgerufen. Ein vorheriges wingwave-Coaching, so Dorothee Friebel, hätte der Studentin geholfen, selbstsicherer in die Prüfung zu gehen und ihre Möglichkeiten wirklich zu nutzen.

Oft sind es ganz unbedeutende Alltagserlebnisse oder längst vergessene Ereignisse, die unbewusst zu Hürden im Leben werden. Vielleicht ein abfälliges Grimassenschneiden eines Zuhörers, Getuschel im Auditorium oder ein ärgerlicher Flüchtigkeitsfehler. Die Verarbeitung dieser Erlebnisse erfolgt normalerweise während des Schlafes in einer Phase, die Forscher als REM-Phase bezeichnen. REM steht für Rapid Eye Movement und bezeichnet schnelle Augenbewegungen, die sich im Schlaf unter den geschlossenen Augenlidern feststellen lassen. Aber der Volksmund hat offensichtlich nicht immer recht mit der wohlmeinenden Empfehlung: „Schlaf eine Nacht drüber, dann sieht die Welt ganz anders aus!“

Vielleicht liegt es an der täglichen Reizüberflutung, aber das menschliche Gehirn ist nicht immer in der Lage, alle Erfahrungen angemessen zu verarbeiten oder aus dem Kurzzeitgedächtnis zu löschen. So werden sie, teilweise generalisiert und auf der emotionalen Ebene mit negativen Gefühlen wie Angst oder Scham verknüpft, im Langzeitgedächtnis gespeichert. Dorothee Friebel hilft als wingwave-Coach, solche Hürden wieder abzubauen. Am Anfang steht dabei ein ausführliches Erstgespräch. Wenn sich eine gute Kommunikationsebene entwickelt hat, setzt die Diplom-Pädagogin einen speziellen Test ein, um das zugrunde liegende Problem zu erkennen. Einen Myostatik-Test, der Stress an der Reaktion der Muskulatur misst. Gerät der Klient bei einem bestimmten Gesprächsthema, beim Anblick eines Gegenstandes oder einer Person unter Stress, kann der Coach dies am Kontraktionszustand der Finger-Muskulatur nachvollziehen. Dieser Test ermöglicht es, die Stressfaktoren zu identifizieren, gleichzeitig dient er als Erfolgskontrolle im Coaching-Prozess.

Es folgt eine Desensibilisierung und Neuintegration auf der Grundlage der Aktivierung beider Gehirnhälften. Dorothee Friebel setzt dazu schnelle Fingerbewegungen vor den Augen des Klienten ein, denen dieser mit seinen Blicken folgt. Das Gehirn wird so in einen Zustand versetzt, der den nächtlichen REM-Phasen ähnlich ist. Die Methode, in Deutschland von einem Hamburger Wochenmagazin 1996 scherzhaft als „Winke-Winke-Therapie“ bezeichnet, faszinierte und alarmierte damals die Fachwelt.

Entwickelt wurde sie von der amerikanischen Psychotherapeutin Francine Shapiro zur Behandlung posttraumatischer Störungen. Erfunden hat Shapiro den Einsatz angeleiteter Augenbewegungen jedoch nicht. Schon lange wird er beim Yoga, bei traditionellen asiatischen Tänzen oder in der klassischen Hypnose genutzt.

Das wingwave-Coaching stützt sich also auf zahlreiche Kenntnisse und unterschiedlichen Techniken aus Neurologie, Psychologie und Kommunikationsforschung, etwa auf die Neurolinguistische Programmierung. Die Hamburger Diplom-Psychologen Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund haben diese 2001 in einer neuen Methodenkombination zusammengeführt. Mittlerweile arbeiten im deutschsprachigen Raum etwa 2.500 Coachs nach dieser Methode. Sie eigne sich, so die Schlängerin, für Menschen unterschiedlichen Alters und für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Nach einschneidenden Erlebnissen – Trauer, Trennung, Unfällen kann wingwave Coaching helfen, die emotionale Balance wieder zu geben, Lern- und Konzentrationsstörungen zu beseitigen, sich auf Prüfungen und Sport-Wettkämpfe vorzubereiten oder Konflikt- und Mobbingsituationen zu bewältigen. Eines ist Dorothee Friebel jedoch wichtig, das Coaching kann keine Therapie ersetzen. Für ernsthaft erkrankte Menschen ist die Methode nicht entwickelt worden. Auch ein Coaching der eigenen Schülerinnen und Schüler ist aus veständlichen Gründen nicht möglich.

Informationen:
www.wingwave.com

Wie seriös ist wingwave-Coaching?
Die ersten Forschungsvorhaben zum wingwave-Coaching führte Nadine Fritsche im Fachbereich Psychologie an der Universität Hamburg durch. Sie untersuchte den Einfluss von wingwave gegen Prüfungsängste bei einer Gruppe von Schauspielern und Studenten. Der positive Effekt des Coachings war signifikant und anhaltend. An der Medizinischen Hochschule Hannover beschäftigte sich die ­Pro­fessorin Marie-Luise Dierks mit der Wirkung von wingwave. Ihr Schwerpunkt lag auf der Auftrittssicherheit von Menschen mit Lampenfieber. Auch dabei erwies sich das Coaching als hilfreich. Die Sporthochschule Köln interessiert sich offensichtlich ebenfalls für die Methodenkombination. Seit 2010 arbeitet dort der Diplom-Psychologe Marco Ratschlag an der „Experimentellen Grundlagenforschung zur Validierung der wingwave-Methode“.

Wirklich vom wingwave-Coaching überzeugt ist die ehemalige Gemeindepastorin, weil die Methode so schnell und effektiv Wirkung zeige. „Nach dem Erstgespräch sind in der Regel nur drei bis fünf Sitzungen nötig, um nachhaltig positive Veränderungen zu erzielen“, berichtet sie. Diese Erfahrung habe sie während ihres Psychologiestudiums leider nicht machen können. Dorothee Friebel wünschte sich immer ein Instrumentarium, um Menschen ohne tiefgehende intellektuelle, zeitintensive Selbsterfahrung und ohne deutliches Interpretationsgefälle zwischen Klient und Coauch wirklich helfen zu können. Der Flügelschlag des Schmetterlings kann dafür schon reichen.

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Informationen:
Dorothee Friebel
Diplompädagogin,
ev. Theologin
wingwave® Coach,
NLP-Master

Qualifikation:
Studium: Pädagogik,
Psychologie, ev.Theologie
Diplom in Pädagogik mit Schwerpunkt Diagno­se und Beratung

Weitere Informationen:
www.dorothee-friebel.de
www.wingwave.com

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